Krankheiten

 

Diabetes mellitus

Der Diabetes führt über Jahre zu einer Verkümmerung des autonomen Nervensystems und damit zu einer Steuerungsstörung der Erektion. Außerdem entwickelt sich eine arterielle Durchblutungsstörung auch der Beckengefäße. Wenn die Blutversorgung reduziert is, stellt das auch ein Handicap für Erektion dar.
Sinnvollste Propyllaxe ist gute Einstellung des Diabetes durch Gewichtsreduktion, orale Antidiabetika und Insulin. Dadurch können diese körperlichen Folgen erheblich verzögert oder vermieden werden.

 

 

Adipositas

Die Adipositas ist an sich nur ganz selten eine Krankheit, vielmehr eine "Verhaltensstörung", was von den Betroffenen jedoch meist nicht so gesehen wird. Übergewichtige haben häufig Konditionsprobleme und Stellungsprobleme, außerdem verkürzt sich der Penis scheinbar durch die angesetzten Fettmassen. Sogar die Libido (Lust auf Sex) wird reduziert, da bei Übergewicht weniger Testosteron zur Verfügung steht (Wirkung der alpha-Aromatase). Dieser Prozess ist umkehrbar!

 

 

Hypertonie

Der so genannte Hypertonus an sich führt zunächst nicht zu Störungen, jedoch die sich in den Folgejahren entwickelnden Komplikationen wie Durchblutungsstörungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle usw.. Allerdings bremsen viele beim Hochdruck eingesetzte Medikamente die Lust oder die Potenz. Das wohl hier am heftigsten wirkende Medikament ist der Betablocker. Diese Medikamentengruppe gehört zur Basisbehandlung, ist aber meist ersetzbar durch andere Behandlungsansätze. (ACE Hemmer, AT Blocker, Calziumantagonisten, Alphablocker, Diuretika und Gewichtsreduktion, Sport oder Stressabbau)

 

 

Allgemeine Gefäßerkrankung

Die sogenannte AVK (arterielle Verschlußkrankheit) führt gegebenenfalls zu Erektionstörung. Häufige Ursachen sind genetische Bereitschaft, Diabetes, Hypertonus, Übergewicht und Nikotinmissbrauch. Medikamente und Sport können hier helfen, dieses Problem der Impotenz zu reduzieren oder zeitlich hinauszuschieben.

 

 

Prostata-Operationen

Die Vorsteherdrüse erzeugt die Hauptmenge des Ejakulates (Samenerguß). Das ist der Grund, warum bei Totalentfernung der Vorsteherdrüse (meist wegen Prostatakrebs durchgeführt) ein Samenerguss ausbleibt. Bei radikaler Operation wird heutzutage sehr schonend vorgegangen, um die Nerven und Gefäßversorgung nicht zu sehr zu schädigen. Trotzdem ist auch die Funktion der Erektion zumindest anfangs erheblich gestört. Die Zeit bringt häufig Besserung, aber von einem Erreichen der ursprünglichen Funktion ist man meist deutlich entfernt. Es gibt aber einige Lösungen, die man praktizieren kann, damit man dennoch ein erfülltes Sexualleben genießen kann.
Subtotale (es werden nur Teile der Vorsteherdrüse entfernt) Prostataresektionen (bei Prostataadenomen, eine gutartige Erkrankung, durchgeführt) führen häufig zu Inkontinenz (unfreiwilliger, unkontrollierbarer Urinabgang) unterschiedlichen Ausmaßes und zu retrograder Ejakulation (der Samenerguß geht nach innen in die Harnblase).

 

 

Hoden und Testosteron

Werden beide Hoden entfernt (das wird bei einem Krebs der Vorsteherdrüse gemacht, um das Metastasenwachstum zu bremsen) dann fehlt Testosteron. Dieses männliche Hormon ist für den Trieb von Mann und Frau verantwortlich. Der Trieb, Sex zu haben, schläft langsam ein und es entwickeln sich Erscheinungen, die man eher von Frauen in der Menopause gewohnt ist. Schweißausbrüche, Reizbarkeit, Osteoporose, Bindegewebsschwäche usw. treten bei den betroffenen Männern auf. Am belastendsten ist jedoch die Verkümmerung des Geschlechtstriebes, da man sich meist an früher erinnern kann, als noch Lust auf Sex gespürt wurde. Das sinnvollste wäre die Gabe von Testosteron. Dieses sollte aber wegen der Metastasenförderung tunlichst unterbleiben. Die Therapie muß also eher psychologische Ansätze verfolgen.

 

 

Rückenmarkserkrankungen

Rückenmarkserkrankungen, wie totale Querschnittslähmungen, behindern natürlich meist auch die Potenz. Die Höhe und die Ausdehnung der Verletzung durch den Querschnitt bestimmt das Ausmaß der Störung der körperlichen Sexualfunktion. Gelegentlich treten spontane Erektionen bei Stimulation auf, die Verkehr noch erlauben. Allerdings ist die willentliche Steuerung behindert.
Viel wichtiger ist das Umlernen! 90 % der Gefühle werden im Kopf erzeugt und nur 10 % durch Reibung, das gibt doch Zuversicht in der Bewältigung der körperlichen Probleme.
Man benötigt einen versierten psychologischen Therapeuten, einen einfühlsamen Partner und ein perfektes Kopfkino.

 

 

Psychiatrische Erkrankungen

Depressionen und Persönlichkeitsstörungen können sowohl die Appetenz (Lust) wie auch die Potenz (Fähigkeit zu Errektion) vermindern, aufheben oder aber - selten - auch erhöhen. Zum einen Teil ist die Krankheit Schuld, zum anderen Teil können auch die medikamentösen Behandlungen dafür verantwortlich gemacht werden. Bei letzterem gibt es gegebenenfalls Behandlungsalternativen, die sich auf Lust oder Potenz weniger stark auswirken, oder diese sogar steigern.

 

 

Abhängigkeiten

Sowohl Alkoholsucht als auch die meisten Drogenabhängigkeiten beeinflussen Lust und Potenz negativ. Süchte haben die Eigenschaft, dass sie letztlich das Denken des Betroffenen vollständig ausfüllen und kein Platz mehr für Lust und Liebe ist. Früher oder später kommen meist körperliche Schädigungen hinzu, die auch das körperliche Vermögen, die Potenz, zum Erliegen bringen. Schafft man den Absprung von der Abhängigkeit rechtzeitig, dann hat man eine Chance auf Heilung der Sexualstörung.

 

 

Viele chronische Erkrankungen

wie Nierenschwäche, Leberschwäche, Herzschwäche, Lungenerkrankungen, chronische Hirn- und Rückenmarkserkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, chronische Infektionen, Tumoren, Gefäßerkrankungen, Autoimmunstörungen und viele andere mehr führen häufig zu Appetenz(Lust)- oder Potenzstörungen, die letztlich nur durch ausreichende Behandlung der Grunderkrankung behoben werden können. Der Sexualtrieb und die Potenz sind häufig die ersten Fähigkeiten, die bei chronischen Erkrankungen zum Erliegen kommen. Der erkrankte Mensch hat einfach andere, lebenswichtigere Probleme, außerdem beeinflussen fast alle chronischen Erkrankungen die körperlichen Sexualfunktionen auf die eine oder andere Art.

 

 

Leichte Formen von Depression

Im Gegensatz zu den so genannten großen Depressionen (diese sind relativ selten) gibt es auch eine leichte Störung der Stimmung, Befindlichkeit, des Antriebs, der Lebensfreude. Diese Störungen sind meist reaktiver Natur, d. h. es gibt einen Grund für die Traurigkeit und den Rückzug. Diese Form der leichten depressiven Störung behindert aber das Sexualleben dennoch erheblich. Sowohl medikamentöse Behandlungsformen (Antidepressiva) wie auch Psychotherapie können die Störungen beheben und damit das Sexualleben wieder normalisieren.

 

 

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