Medizinische Hilfen

 

Erektionspillen

Erektionsstörungen können mit speziellen Medikamenten gelindert oder behoben werden. Viagra, Cialis oder Levitra (Sildenafil sind Tadalafil und Vardenafil) erhöhen die Blutfülle im Glied durch Drosselung des venösen Abflusses aus den Schwellkörpern. Dadurch wird das Glied steifer und bleibt auch länger steif. Voraussetung ist natürlich eine prinzipielle Funktionsfähigkeit dieses Organes.
Nicht nur bei körperlichen Ursachen von Impotenz sondern auch bei emotionalen Blockaden oder altersbedingter Störung kann diese Methode helfen. Manchmal genügt eine geringe Verbesserung der Gliedsteife, um den Verkehr auszuüben.

 

 

Zentralwirksame Aphrodisiaka

Diese zwei Medikamente setzen nicht peripher am Penis und den Schwellkörpern an, sondern zentral im Hirn. Im Vergleich zu der Viagra-Gruppe wirken diese Medikamente nicht so stark, werden also nur bei leichten Erektionsstörungen und Appetenzstörungen eingesetzt. Durch Viagra und Co. sind Johimbin und Apomorphin weitgehend bedeutungslos geworden.

 

 

Injektionen

SKAT 

Man kann erektionsfördernde Hormone in den Penis via Injektion mit feinster Nadel einbringen.
Die so genannte SKAT-Therapie (Schwellkörper Autoinjektions Therapie) benutzt die Wirkung von Alprostadil (synonym: Prostaglandin E1), das zu einer lokalen Erweiterung der Blutgefäße und zur Muskelentspannung führt und damit eine Erektion provoziert.
Mit einer Insulinspritze wird das Medikament auf einer Seite in Höhe der Peniswurzel in den Schwellkörper injiziert. Je nach verwendeter Substanz und Dosierung tritt nach 10-15 Minuten eine Erektion ein. Das heute gebräuchlichste Medikament ist Prostaglandin E 1. Die Schwellkörperselbstinjetion ist jedoch nicht frei von Nebenwirkungen. Diese sind: Schmerzen an der Injektionsstelle, bindegewebige Umwandlung des Schwellkörpers, Blutergußbildung, Entzündungen.
Präparatenamen: CAVERJECT Impuls 10µg/-20µg

 

 

Lokale Applikation

MUSE 

Man kann erektionsfördernde Hormone in den Penis via Einlage eines Medikamentes in die Harnröhre einbringen.
Die so genannte Intraurethrale Applikation oder auch MUSE (medicated urethral system for erection) führt nach 7 - 15 Minuten zu einer Erektion. Bei dieser Methode wird ein Pellet mit einer Wirksubstanz in die Harnröhre eingeführt um dort den Wirkstoff frei zusetzen. Als Wirksubstanz hat sich Prostaglandin E1 bewährt. Die Ansprechrate soll bei hoher Dosis von Prostaglandin E1 bei 65% liegen. Mögliche Nachteile sind: Schmerzen im Glied, Kollaps. Blutungen der Harnröhre und Entzündungen.
Präparatenamen: MUSE ist in den Dosierungen 125, 250, 500 und 1000 ug erhältlich. Begonnen wird mit 500 ug als Test Dosis.
Dauer der Wirkung ca. 1 Stunde.

 

 

Implantation einer Prothese

steuerbares Schwellkörperimplaantat 

Bei bestehender erektiler Dysfunktion (Erektionsstörung) auf organische Grundlagen, hilft manchmal nur ein chirurgischer Eingriff. Es werden Implantate in den Schwellkörper eingebracht, die das Glied versteifen und somit für Verkehr wieder geeignet machen.

Wenn alle anderen Methoden keinen Erfolg gebracht haben, bleibt als letzte Möglichkeit, die Schwellkörperprothese. Dabei wird während einer Operation eine hydraulische Schwellkörperprothese in den Penis implantiert. Durch eine Pumpe die meist in den Hodensack implantiert wird, kann die Prothese aufgepumpt werden. Diese Methode verhilft sicher zu einer Erektion, ist aber auch mit vielen Nebenwirkungen, wie Vernarbungen und Entzündungen behaftet.

 

 

Gefäßchirurgie

Bei bestimmten Erkrankungen ist es sinnvoll, einen gefäßchirurgischen Eingriff durchzuführen. Hierbei werden gut durchblutete Beckengefäße verwendet, um sie mit den schlecht durchbluteten Penisgefäßen zu verbinden. Dieser Eingriff bringt allerdings nur in wenigen Fällen bestimmter Durchblutungsstörungen einen Sinn. Vor diesem Eingriff müssen umfangreiche Durchblutungsstudien durchgeführt werden.
Dieser Eingriff wird jedoch derzeit nur mehr selten ausgeführt.

 

 

Stauungstechnik

2 Cockringe und ein Lederbondage 

Der Penisring, oder auch Cockring genannt, wirkt wie Viagra, allerdings nur mechanisch, indem der venöse Abfluß von Blut behindert wird. Alledings ist ein ungestörter arterieller Zufluß notwendig und natürlich ist dabei auch Lust nötig.
Penisringe gibt es in Leder, Silikon, Gummi, Metall oder Kunststoff.
Penisringe können geschlossen sein oder (vor allem Metallringe) können zum Öffnen geeignet sein.
Penisringe müssen eng sein, dürfen aber nicht zu eng sein, da sonst eine gefährliche Strangulation entsteht, die zu Blutungen oder Thrombosen im Penis führen könnte.

Es gibt auch Penisringe, die den Hodensack und die Peniswurzel gemeinsam umschließen. Wenn das Material unelastisch ist, wie zum Beispiel, wenn es aus Metall ist, dann sollte ein unkomplizierter Öffnungsmechanismus vorhanden sein.

Eine Blauverfärbung des Penis ist auch auf kurze Dauer wegen Thrombosenbildung problematisch. Nach spätestens 10-20 Minuten muß die Stauung entfernt werden (also besser eine etwas leichtere Stauung, die Blauverfärbung vermeidet).

 

 

Stauung und Psychologie

Das so genannte Spezialbondage (Abbindung mit Leder oder Schnur) bewirkt das Gleiche wie ein Penisring. Die Stauung durch Abbindung kann wohldosiert ausgeführt werden.
Alleine die dominant manipulative Beschäftigung der Partnerin mit dem Glied des Mannes und der entstehende Zug an den Hoden führt über psychologische und physiologische Mechanismen zu einer besseren Erektion. Manche Männer lieben es, dabei einen leichten Schmerz zu spüren.
Die Technik des Abbindens ist vielfältig, am besten man beginnt mit einer Schlaufe, die Penis und Hoden gemeinsam umfasst und wickelt dann die Schnur oder das Band auch einzeln um die Hoden und die Peniswurzel. Wenn der gewünschte Effekt erreicht ist, dann kann man die Erektion zum Spiel oder Verkehr verwenden.

 

 

Vakuumpumpe

Vakuumpumpe mit Penisring 

Im Fachhandel sind manuelle oder elektrische Vakuumpumpen erhältlich, die durch Unterdruck die Schwellkörper des Penis mit Blut vollsaugen. Ist die gewünschte Größe und Härte erreicht, dann schiebt man einen Penisring über die Peniswurzel, um durch eine Stauung die Größe und Härte zu behalten. Allerdings werden die nicht gestauten Anteile der Schwellkörper weich bleiben, so dass der Penis häufig mit der Hand eingeführt werden muß. Die Hilfe wird dennoch von den Patienten hochgeschätzt, die organische Erektionsprobleme haben.

 

 

Vorzeitiger Samenerguss

Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) kann durch eine Reihe von modernen Antidepressiva gut behandelt werden. Hierbei nutzt man eine Nebenwirkung dieser Medikamentengruppe aus, die Verzögerung des Samenergusses . Die Hauptwirkung der Depressionsbehandlung ist hierbei nicht notwendig, wird aber zur Legitimation der Behandlung benötigt. Meines Wissens gibt es bisher keine offizielle Zulassung irgendeines Antidepressivums zur Behandlung der Ejaculatio praecox. Diese "out of label" - Behandlung ist jedoch nicht ersetzbar.

 

 

Bei Ejaculatio praecox

sind in leichten Fällen anästhesierende Salben wirksam. Man bringt auf die Eichel eine betäubende Salbe auf, so dass die Nervenerregung durch das Reiben in der Vagina reduziert wird. Der Samenerguss kommt dann häufig später, wobei eine ausgeprägte Ejaculatio praecox mit dieser Methode nicht ausreichend behandelbar ist. Nebenher kommt es durch die lokale Verwendung eines Hautbetäubungsmittels natürlich auch zu einer gewissen Unempfindlichkeit bei der Frau. Das kann das Liebesspiel deutlich beeinträchtigen.

 

 

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