Lust im Lebenszyklus

Unterschiede zur Frau

Die hormonelle Regulation der Sexualfunktion ist beim Mann wesentlich unkomplizierter als bei der Frau. Monatszyklen, Schwangerschaften und Stillzeit gibt es beim Mann nicht, seine Lust wird biologisch durch das Testosteron gesteuert. Östrogene und Gestagene spielen beim Mann kaum eine Rolle. Auch die typischen Wechseljahre gehören, wegen der in dieser Zeit stark abfallenden weiblichen Sexualhormone, alleine den Frauen. Der Testosteronspiegel sinkt beim Mann im Laufe seines Lebens linear von 100 % als 20-Jähriger auf ca. 30 % als 80-Jähriger. Dadurch kann sich die Lust über die Jahre aus hormonellen Gründen reduzieren, was bei manchen Männern aber eine Zeit lang durch "Jagdinstinkte" kompensiert wird.

 

 

Lust ist eine Angelegenheit des Testosterons

Der Hauptantrieb für sexuelle Lust ist das Verhältnis von Testosteron zu Testosteronrezeptoren und deren Empfindlichkeit. Männer haben sehr viel mehr an Testosteron als Frauen, bezüglich sexueller Lust wirkt aber die geringere Menge dieses Sexualhormons bei Frauen stärker. Verabreicht man Testosteron, dann kommt es zu stärkerer sexueller Begierde, man wird aber durch schwere Nebenwirkungen beschränkt. Eine Testosterongabe ist deshalb nur bei einem Testosteronmangel indiziert.
Sexuelle Lust ist auch abhängig von einem intakten Hirn. So kommt es zur sexuellen Enthemmung und Distanzlosigkeit bei bestimmten Störungen im Frontalhirn.

 

 

Lust beim Kind

Aus dem bisher geschriebenen geht hervor, dass sexuelle Lust in der Zeit vor der Pubertät nicht zu erwarten ist. Das ist auch biologisch nachvollziehbar, es besteht zu diesem Zeitpunkt auch keine Fortpflanzungsfähigkeit. Und nur zu dieser ist die sexuelle Lust von der Natur vorgesehen.

 

 

Die Geschlechtsreife

entwickelt sich in der Pubertät. Die Entwicklung vom Kind zum Mann / Frau ist gekennzeichnet durch eine anschwellende Hormonflut von Testosteron, Östrogen und Gestagenen. Körperlich entwickeln sich die primären und sekundären Gechlechtsmerkmale und es kommt zu einem Wachstumsschub. Emotional ist der / die Pubertierende sehr irritierbar, häufig kommt es zu kaum nachvollziebaren Spannungen mit der Umgebung. Die Entwicklung von sexueller Lust zeigt sich in zunehmenden Kontaktwünschen zum anderen Geschlecht und deren Umsetzung, wie Händchenhalten, Küssen, Petting und erster Geschlechtsverkehr. Zu dieser Zeit kommt es vor allem bei fehlender Gelegenheit, Kontakt zum anderen Geschlecht aufzunehmen, auch zu Selbstbefriedigung und homosexuellen Kontakten.

 

 

Geschlechtsreife und Partnersuche

sind jetzt die Themen. Die emotional wilde und wirre Zeit ist langsam vorbei und macht der ernsthaften Partnersuche zum Zweck der Fortpflanzung Platz. Das jedenfalls ist die Absicht der Natur, der Biologie und der Evolution. Durch Auflösung von Verhaltensnormen und fehlendem gesellschaftlichem Druck rückt zur Zeit die Fortpflanzung und geeignete Partnerfindung in den Hintergrund. Die sexuelle Lust hat jetzt ihren Höhepunkt und sucht ihre Entlastung durch eine oder mehrere Partnerschaften. Zu dieser Zeit wird auch "Nest" gebaut und der Nachwuchs aufgezogen.

 

 

Die ruhigeren Jahre

Der Sturm und Drang ist nun etwas abgeebbt, bis bei manchen die "Midlife Krise" zuschlägt. Dieser Zustand ist nicht ausreichend hormonell erklärbar, sondern eher psychologisch. Angst etwas versäumt zu haben, die Erkenntnis älter geworden zu sein, das sichtbare Wissen des langsamen körperlichen Abbaus führt zu einem ähnlichen Verhalten wie in der Pubertät. Nochmal schnell etwas ausprobieren, sich testen und alte Dinge über Bord werfen, das wird in dieser Zeit ein die alten Strukturen bedrohendes Verhaltensmuster. Wenn Mann / Frau darüber unbeschädigt hinweggekommen ist, kehrt wieder etwas Ruhe und Besinnlichkeit ein. Die ungezähmte Lust der Midlife macht im besten Falle der nachhaltigen Lust des Genusses Platz. Man kann jetzt intensiver aber anders sexuelle Lust spüren, aber auch das dürfte kein hormonelles sondern ein psychologisches Phänomen sein.

 

 

Das Alter

oder auch Senium genannt, zeigt einen deutlichen Rückgang der sexuellen Lust in Form von weniger Bedürfnis, geringerer Häufigkeit sexueller Kontakte, reduziertem Entlastungswunsch. Das Interesse an anderen Frauen / Männern hat auch deutlich nachgelassen. Starke Reize können aber durchaus noch wirken, so ist Fremdgang oder Pornogenuss in dieser Altersgruppe nicht ausgeschlossen, nur weniger häufig anzutreffen. Die Erektionen sind schwächer, die Dauer der Erektionen kürzer und die sexuelle Reizbarkeit ist reduziert. Der auf ein Drittel abgefallene Testosteronspiegel erklärt diese Veränderung der rückläufigen sexuellen Lust.

 

 

Impressum

  |  

Kontakt

  |  

Disclaimer

  |  

Impressum

  |  

Kontakt

  |  

Disclaimer

  |  

Sie sind hier:  >> Männer  >> Lust im Lebenszyklus