Psychologische Faktoren

 

Versagen

Die Sexualität ist sehr empfindlich. Hat ein Mann einmal seinen Mann nicht stehen können, ist das für viele Männer ein schweres Trauma. Das Ereignis des Versagens gräbt sich tief in das Unbewusste ein und rührt sich bei nächster Gelegenheit wieder. Ist man in der gleichen Situation, in der man einmal versagt hat, dann erfüllt sich das Denken bewusst oder unbewusst mit der Angst, dieses wiedererleben zu müssen. Angst ist in der körperlichen Liebe ein großer Gegner, der gerne gewinnt. Angst tötet Lust und Potenz. Hat man mehrfach versagt, dann sollte man sich einem Spezialisten anvertrauen, häufig gibt es Abhilfe, die allerdings ohne Hilfe schwer zu bewerkstelligen ist.

 

 

Eintönigkeit

Eintönigkeit erzeugt Gewöhnung und Langeweile, das Aufregende verschwindet über die Zeit und wird zur Pflichtübung. Bei manchen Menschen führt dies zu Appetenzverlust, die Häufigkeit der körperlichen Liebe reduziert sich, bis man feststellt, dass man auch ohne Sex leben kann. Wenn der Partner damit klar kommt, entsteht kein Problem, beide verzichten aber auf die kraftschöpfende, spannungsausgleichende Sexualität. Konflikte in der Beziehung werden wahrscheinlicher, obwohl dieser Umstand auf den ersten Blick nichts mit fehlender Sexualität zu tun hat. Hat er aber doch!

 

 

Fehlende Reize

Unattraktive Figur, wie Übergewicht oder unpassende Kleidung, wie Liebestöter (Unterhosen a la Urgroßmutter) sind sicher kein Apell für geilen Sex. In besonderen Fällen spielt dies keine Rolle, aber im Allgemeinen werden fehlende Reize zu reduzierter Sexualität führen. Kommen dann aber richtige Reize außerhalb der Beziehung, dann kann es wieder richtig losgehen mit allen Gefahren, die ein solches Abenteuer für die ursprüngliche Beziehung darstellt.

 

 

Streit und Wut

Streit, grundsätzliche Unstimmigkeiten, Wut, innere Kündigung reduzieren die Appetenz erheblich, wobei für den außenstehenden psychologischen Beobachter, eine reduzierte Lust durchaus ein Hinweis auf eine versteckte konfliktbehaftete Beziehungsstörung sein kann. Nachhaltige Konflikte töten das Liebesleben, auch deswegen, weil gemeinsame Harmonie eine Basis für erfüllte Sexualität ist, gleichsam einen Beweis für Harmonie darstellt.
Interessant ist, dass viele Paare nach heftigen Konflikten, wenn eine Lösung gefunden wurde, dies im Bett mit Sex abschließen. Damit wird ein Schlußstrich unter dem Konflikt gezogen, das Problem gilt dann als abgeschlossen.

 

 

Zuviel gefordert

Psychologische Überforderungen bezüglich der Ansprüche an die Sexualität, deren Häufigkeit oder an gewissen Praktiken, sowie auch Überforderungen im Leben, im Beruf, oder in der Beziehung können zu einem Verlust an Lust führen, da Versagensgefühle oder Minderwertigkeitsgefühle das unbewusste und bewusste Denken überschwemmen. Hier ist kein Platz mehr für Lust oder Spaß am Sex. Man kämpft um sein Überleben an einer anderen Front. Zur Lösung dieser Störung benötigt man liebevoll klärende Gespräche untereinander, oder das Paargespräch mit einem psychologisch geschulten Fachmann.

 

 

Zum Sex müssen beide Lust haben

Die Frau will ein Kind, der Mann sexuelle Experimente. Die Frau will schmusen, dann Sex, er will bloß mal seinen Samen loswerden. Sie spricht dauernd von Emanzipation, er will mit ihr schlafen. Sie will lesen, er sie fesseln. Sie will Sex, er das Endspiel der Bundesliga sehen. Unterschiedliche Interessen blockieren Sexualität. Zum guten Sex gehört Lust auf beiden Seiten.
Ich mache es, damit sie Ruhe gibt, oder fast "Vergewaltigungen", um seinen Druck abzubauen, führen auf Dauer zu Appetenz- und Potenzproblemen. Wenn man sich zu Sex zwingt oder der Partner zu Sex gezwungen wird, dann ist eine Störung der Lust die sichere Folge.

 

 

Kommt häufiger vor, als man denkt

Beides kann erheblich stören: ist man selbst fremdgegangen und muss zwanghaft immer an die Andere denken, oder sie ist fremdgegangen und er stellt dauernd fantasierte Vergleiche zur vermeintlichen Konkurrenz an. In beiden Fällen ist das Hirn mit allem anderen beschäftigt als mit entspanntem Genuss und mit bedingungsloser Hingabe. Diese Gedanken müssen den Kopf beim Sex verlassen haben, sonst sind Pleiten vorprogrammiert.

 

 

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